Viele Ältere werden zu Hause in ihrem Quartier durch Nachbarschaftshilfe vernetzt, so entsteht eine virtuelle Seniorenresidenz

Das Konzept:

Die Idee entstand bei Veranstaltungen zur alternden Gesellschaft und zur Generationengerechtigkeit der Evangelischen Stadt Akademie („Generationenvertrag neu schreiben?“).
Dabei wurde klar: Ohne Bürgerbeteiligung werden die ungelösten Krisen rund um den Generationenvertrag nicht zu bewältigen sein.

Es geht um ein innovatives, aber ungewöhnliches Wohn- und Betreuungskonzept, das älteren Menschen ermöglicht, in der eigenen Wohnung zu bleiben und trotzdem gut versorgt zu sein.

Das Konzept garantiert Sicherheit und Versorgung, baut aber zugleich auf gerecht verteilte Eigenleistung, sowohl finanziell wie auch als Nachbarschaftshilfe auf.

Das Konzept „Virtuelle Seniorenresidenz im Quartier“ reagiert auf diese Krisen. Es stellt eine Alternative zu Seniorenheim oder betreutem Wohnen dar – ohne Umzug, aber mit entsprechender Sicherheit in der Versorgung.
Eckpunkte dazu:

  • Die Mitgliedschaft ist freiwillig und die Mitglieder bleiben in ihren eigenen Wohnungen
  • Wie bei einer stationären Einrichtung schließen Interessierte einen Vertrag mit einer zentralen Organisation (z. B. als gGmbH oder Genossenschaft bei großen sozialen Trägern oder der Kommune). Mit dieser sind die Mitglieder über ein Netzwerk verbunden, das den Bedarf der Mitglieder koordiniert.
  • Die Mitgliedschaft ist an eine aktive Komponente gebunden: Wer beitritt, leistet — neben einem sozial gestaffelten finanziellen Beitrag — auch verpflichtend nachbarschaftliche Eigenleistungen für haushaltsnahe Dienste soweit und solange es möglich ist
  • Die Größe jedes nachbarschaftlichen Quartiers ist räumlich begrenzt, um kurze Wege zu ermöglichen. Und 80 bis 100 Mitglieder pro Quartier können sich noch gegenseitig kennen lernen, es geht auch um Vertrauen unter den Mitgliedern zu entwickeln.
  • Eine digitale Plattform, sorgt für Verlässlichkeit und steuert die Versorgung – bis hin zur Pflege, falls nötig.

Das Konzept noch besser kennen lernen:

Empirische Untersuchung zur Bereitschaft der Bürger zum nachbarschaftlichen Engagement

 

Projekt „Virtuelle Altersresidenz im Quartier“

 

Gastbeitrag zum Konzept in der Frankfurter Rundschau

 

 

Eine erklärende Präsentation des Konzepts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Diskussion standen folgende Themen:

27.01.2026 18:30-20:30 Uhr
„Zukunftsmodelle zur solidarischen Finanzierung und sozialen Sicherung einer alternden Gesellschaft und die Bedeutung der Flexibilisierung von Altersgrenzen“
Referentin: Prof. Dr. Jutta Schmitz-Kießler,  Politikwissenschaftlerin, insbesondere für Sozialpolitik an der Hochschule Bielefeld
Moderation: Prof. Dr. Gerd Buntkowsky, Physikochemiker TU-Darmstadt, Veranstaltungsteam des Akademiegesprächs

03.02.2026 18:30-20:30 Uhr
Brauchen ältere Menschen jüngere Menschen – und umgekehrt?
Prof.Dr. Hans-Werner Wahl, Pdsychologe, Netzwerk Alternsforschung, Universität Heidelberg
Moderation: Dr. Wolfgang Flach, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Veranstaltungsteam des Akademiegesprächs

10.02.2026   18:30-20:30 Uhr
Generationendifferenz: Treffen die Bilder über die Einstellungen der Generationen aus Umfragen und Medien die Wirklichkeit? Ein Reallabor zwischen Generationen mit Schülerinnen und Schüler Darmstädter Schulen
Moderation: Mitglieder des Vorbereitungsteams „Generationenvertrag neu schreiben?“

24.02 2026, 18:30 – 20:30 Uhr

Generationengerechtigkeit aus juristischer Perspektive: Was bedeutet Gerechtigkeit zwischen den Generationen bezogen auf Umwelt, Lebenschancen, Zukunftsgestaltung?
Referentin: Prof. Dr. Pernice-Warnke, Professur für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht und Recht der Nachhaltigkeit Marburg
Moderation: Co-Direktorin Dr. Anna Scholz, Dr. Angelika Oppermann, angefragt

03.03.2026, 18:30-20:30 Uhr
Diese Verantaltung ist auch auf YouTube aufgezeichnet

Generationensolidarität: Erkundung von Modellen für Wohnen und Zusammenleben einer alternden Gesellschaft
Dr. Franz Grubauer Podium mit Expertinnen und Experten der sozialen Träger, aus den Kommunen und der Wissenschaft zum

Weiterlesen Hintergrundinformationen zur Idee der Reihe-

Die Veranstaltungen fanden ab Otober 2024 jeweils dienstags ab 18:30 Uhr im Offenen Haus in der Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt statt.