Auf der Suche nach dem verlorenen Zusammenhalt der Gesellschaft.
Carlo-Mierendorff-Dialog über neue soziale und kulturelle Klassenkonflikte
im Umbruch der alten Arbeits- und Industriegesellschaft

-Vorschau zum neuen Format –

Folgende Themen werden ab Herbst 2024, bzw. Winter 2025 angeboten. Genaue Termine und Referentinnen und Referenten werden noch bekanntgegeben.

  • Disruptiver Umbruch in der Arbeits- und Industriegesellschaft: rasante Veränderungen von Berufen und Qualifikationen und die Sorge um Abstieg, Einkommensverluste und soziale Anerkennung
  • Abgehängt und ausgegrenzt: Verfestigen sich neue Klassen und entlang der Grenzen von, Bildungsverlierer:innen, Geringverdiener:innen und Teilen der migrantischen Bevölkerung?
  • Gift für Zusammenhalt und Verständigung? Kränkungen, Demütigungen und soziale Scham in den Konflikten zwischen den sozialen Schichten und kulturellen Milieus
  • Gegentrend: Wunsch nach Gemeinschaft in einer individualisierten Ego-Gesellschaft?

Versagen mit Ankündigung? Haben die großen gesellschaftlichen Player ihre Möglichkeiten verschlafen, den Umbruch der Arbeitsgesellschaft und deren Folgen innovativ und sozial mitzugestalten?

er Darmstädter Carlo-Mierendorff, an den wir mit dieser Reihe erinnern, hatte in den gesellschaftlichen Umbrüchen der Zeit vor dem Nationalsozialismus früh erkannt, dass die soziale, politische und kulturelle Spaltung der Gesellschaft unheilvoll sein würde. Heute unter zwar anderen sozialen, ökonomischen und kulturellen Bedingungen, greifen wir einige grundsätzliche Fragen des Zusammenhalts einer Gesellschaft auf: Was muss die Gesellschaft in allen Bereichen dafür tun, dass der Riss der Ungleichheit zwischen sozialen Schichten und Milieus nicht größer wird? Was bedeuten die fortlaufenden Umwertungen von Berufsqualifikationen, beruflicher Anerkennung und Statusunsicherheit für das Zusammenleben? Sind Abgrenzungen, emotionale Abschottung und rechte politische Orientierungen Ausdruck einer neuen Klassenpolarisierung? Und welche Rolle spielen erlebte Demütigungen und Kränkungen in diesen vielschichtigen Konflikten, nicht nur in Bezug auf den zeitweiligen oder dauerhaften Verlust von sicherem Einkommen?

Fragen, die sich an Unternehmen, Gewerkschaften, Politik und Zivilgesellschaft richten, nicht zuletzt an Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Veranstaltungsort: Das Offene Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt.