Ist der Kapitalismus noch zu retten?

Die beste aller Welten ist nicht erreichbar, aber erstebenswert.
Dass die Suche nicht zum Ende kommen kann, ist kein Grund zum Pessimismus*

 

*Gerhard Schulze
Wohin bewegt sich
die Gesellsschaft

Der philosophisch-theologische Salon will der scheinbar unphilosophischen Frage nachgehen: Ist der Kapitalismus noch zu retten? Bei genauerem Hinsehen gibt es aber eine Menge philosophischer, wie auch theologischer Anlegestellen zu entdecken, die sich um das Geld, um Werte und um Geist drehen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass Geld nicht ohne Vertrauen funktioniert. Vertrauen, so erleben wir es aber gerade in der globalen Welt und nicht zuletzt in der Corona-Situation, ist ein knappes Gut. Die Veranstaltungsreihe wird diese Kernfragen des Kapitalismus ausleuchten und das Unbehagen aufgreifen, das der bestehenden Gestalt des globalen Kapitalismus nicht mehr die Lösungskompetenz der vor uns liegenden Probleme zutraut. Alternativen neuer Kapitalismen deuten sich an, wenn der Finanzinvestor Blackrock zum Beispiel das ihm anvertraute Kapital zur Rettung der Umwelt profitabel machen will, aber ebenso immer weiter greifende Formen der Sharing-Oeconomy, der Umsonst-Ökonomie wie auch die Gemeinwohlökonomie. Diese neuen Formen werden ebenso auf ihre Tragfähigkeit und auf die Konsequenzen für uns betrachtet.

Veranstaltungen Februar/März 2021

Donnerstag, 04.02.2020, 18:30-20:30 Uhr

Donnerstag, 11.02.2020, 18:30-20:30 Uhr

Donnerstag, 18.03.2020, 18:30-20:30 Uhr

Donnerstag, 25.02.2020, 18:30-20:30 Uhr

Donnerstag, 04.03.2020, 18:30-20:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Alle Veranstaltungen finden Corona bedingt donnerstags in der Pauluskirche, Niebergallweg 20, 64285 Darmstadt statt.

Unterstützung und Förderung

 

Für was steht der Philosphisch-Theologische Salon?

„Die Grenze ist der eigentlich fruchtbare Ort der Erkenntnis“, Paul Tillich

Auf der Grenze zu sein, entlang der Grenze zu beiden Seiten der Gebiete jenseits der Grenze zu schauen, das war der immer noch zeitgemäße Anspruch und die auf Vernunft bauende Forderung des Theologen und Philosophen Paul Tillichs. Der Anspruch so Theologie und Philosophie zu treiben.

Auf der Grenze sein ist nicht immer ein angenehmer Ort, vor allem, wenn man auch selbst im eigenen Erleben Anzeichen dafür sieht, oder zumindest das Gefühl davon bekommt, das Alte verlassen zu haben aber das Neue noch nicht erreicht zu haben.