„Wenn wir in Europa mit den USA und China auf Augenhöhe agieren wollen, müssen wir aus der technologischen und wirtschaftlichen Abhängigkeit herauskommen und europäische Alternativen zu KI-Technologien schaffen, die nicht mit unseren Werten übereinstimmen. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass der Fortschritt in der KI nicht nur durch kurzfristiges Profitdenken getrieben wird, sondern langfristig dem Gemeinwohl dient.“

Prof. Dr. Kristian Kersting, Ko-Direktor des Hessischen Zentrums für KI (hessian.AI), Professor für KI und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt und Forschungsbereichsleiter am Deutschen Forschungszentrum für KI (DFKI)

Das aufkommende Unbehagen in der digitalen KI-Welt

8. Frank Schirrmacher Forum zur Digitalisierung

Wir sind in Darmstadt in der glücklichen Lage, dass ein außergewöhnlich großes wissenschaftliches und fachliches Potential für KI und Digitalisierung Unterstützung anbieten kann. Die Veranstaltungsreihe der Stadtakademie plant deshalb ab 04.11.2025 diese Reihe zu folgenden Themen:

  1. Sicherheit und Resilienz in der KI-Welt. Wie digitale Infrastruktur für die Bürger krisenfest und sicher gemacht wird (Start 4. November 2025)
    Prof. Dr. Michelle Knodt

  2. Auf dem Weg für eine erfolgreiche KI „made in Europe“ Entwicklungen, die den europäischen Anforderungen an vertrauenswürdiger KI entsprechen, sicher, zuverlässig und nachhaltig zu sein
    Prof. Dr. Kristian Kersting

  3. Erfahrungen im Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Wirkungen, Nebenwirkungen und vernünftige Dosierung
    Marcus Schwarze, Journalist und KI-Experte

  4. Wie können Politik und Zivilgesellschaft aktiv an der Gestaltung partizipativer KI-Ökosysteme mitwirken?
    Alexandra Geese, EU-Palament (angefragt)

  5. Religion und anthropologische Grundlagen-  müssen wir Menschsein in der KI-Ära neu denken?
    Prof. Dr. theol. Florian Höhne

Es soll jetzt alles sehr schnell gehen, nachdem wir in Europa und Deutschland über Nacht aufgewacht sind. Können wir die Sicherung unserer Datenhoheit und erst Recht die Gestaltung der Künstlichen Intelligenz noch gewinnen?

Fast alles liegt in den Händen und damit der Kontrollmöglichkeit großer amerikanischer Konzerne und unter dem Einfluss einer uns unfreundlich gesonnen US-Regierung. Es geht um nichts weniger als um die Bedrohung unserer Sicherheit, unserer Lebensweise und schließlich der Demokratie.Ist es nicht bereits zu spät für die soziale und kulturelle Gestaltung von KI, weil die unbekannten Algorithmen von KI-Anwendungen inzwischen bei der Modellierung menschlichen Verhaltens angekommen sind?

Demgegenüber stehen gerade jetzt viele aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Kirchen, die offensiv auffordern, an die Gestaltung einer KI zu arbeiten, die unser Freiheitsverständnis, die Würde des Einzelnen, Fragen sozialer Gerechtigkeit und unsere kulturelle Lebensweise aufnimmt. Dazu sind alle Bürger auch in Darmstadt und der Region notwendig, die ihr Unbehagen ummünzen in eine aufgeklärte Mitsprache. Und dazu will das 8. Frank-Schirrmacher Forum einen Beitrag leisten. >> weiterlesen

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen

Generationsvertrag neu schreiben? Gerechtigkeit und Verantwortung zwischen den Generationen  (Reihe ab Februar 2026)

„Eine Gesellschaft, die das Alter nicht erträgt, wird an ihrem Egoismus zugrunde gehen“

Willy Brandt

Die Idee zu einer Veranstaltungsreihe geht von den Beteiligten des interdisziplinären Akademiegesprächs aus in Fortsetzung des zuvor veranstalteten Reihe; „Megathema Gesundheit“  Evangelische Stadtakademie bereitet zusammen mit den Beteiligten folgende Themenspektrum vor:

    • Generationenökonomie: Zukunftsmodelle zur solidarischen Finanzierung und sozialen Sicherung einer alternden Gesellschaft

    • Generationendifferenz: Treffen die Bilder über die Einstellungen der Generationen aus Umfragen und Medien die Wirklichkeit? Ein Reallabor zwischen Generationen

    • Generationengerechtigkeit aus juristischer Perspektive: Was bedeutet Gerechtigkeit zwischen den Generationen bezogen auf Umwelt, Lebenschancen, Zukunftsgestaltung?

    • Generationsgrenzen verflüssigen: Flexibilisierung von Altersgrenzen zwischen Arbeits- und Lebensweltwelt

    • Generationentrauma: Verdrängung des Alters und die Angst vor der Endlichkeit

    • Generationensolidarität: Erkundung von Modellen der für Wohnen und Zusammenleben

Die Diskussion um die Zukunft der Babyboomer wie auch die alarmistischen Beschreibungen von Jugendgenerationen wie Generation Millenniels, Generation Z etc. zeigen an, dass in grundlegenden Fragen des Lebens und Zusammenlebens zwischen den Generationen vieles nicht mehr gemeinsam geteilt wird.
Es ist aber bedenklich und nicht redlich, diese Entwicklungen auf rein zweckökonomische Größen von Kosten und Nutzen zu reduzieren, um daraus Gerechtigkeitsfragen zwischen den Generationen abzuleiten. Denn die Verbindungen und kulturellen Brücken zwischen den Generationen wurden und werden auch durch ethische Haltungen wechselseitiger Sorge und Verantwortung getragen.

Es geht um nichts weniger als um eine Auseinandersetzung, die Werte einer humanen Gesellschaft und ihr ethisches Selbstverständnis neu zu ordnen und sich gegen provozierte Spaltungsversuche zwischen den Generationen zu richten. >> gesamter Text

 

Paradiese: Sehnsuchtsorte, Verführungen und irdische Lebenskunst

Eine Veranstaltungsreihe der Evangelischen Stadtakademie in Korrespondenz  zur Ausstellung Paradaidha von Robert Zandfliet in der Kunsthalle Darmstadt

 

 

Unter dem Titel Paradaidha zeigt der niederländische Künstler Robert Zandvliet einen „vitalen Garten“ seines Werkes in der Kunsthalle Darmstadt. In seiner Ursprungsbedeutung  aus dem Altpersischen kommend, beschreibt Paradaidha einen ummauerten Garten. Die Anmutung überlieferter Bilder lassen ahnen, warum die Schönheit und Vollkommenheit der Gärten persischer Herrscher in der biblischen Zeit zum Abbild des Gartens Eden wurde.

Die Evangelische Stadtakademie greift korrespondierend zur Ausstellung das Leitthema des paradiesischen Gartens auf.

Wer hätte nicht Sehnsucht nach einem Ort besinnlicher Ruhe, einer Natur, die in ihrer Vielfalt blüht und gedeiht, einer Ordnung harmonischer Gestaltung in einer extrem beschleunigten Welt, die alles mitreißt und Menschen erschöpft zurücklässt?

  1. „Räume, Atmosphären, Resonanzen – leibliches Menschsein in einer beschleunigten Welt“.
    Prof. Dr. Thomas Fuchs (angefragt)

  2. Hängt eine Schaukel im Paradies? Utopisches Ideal und Reflexionspunkt über Perfektion, Glück und die Grenzen des Menschlichen
    Prof. Dr. Schmid, Philosoph

  3. Die Erschöpfung im Haben – Anstiftende Wege aus dem irdischen Konsumparadies
    Prof. Dr. Maja Göpel, Ökonomin (angefragt)

  4. Jazz und die Sehnsucht nach den Wurzeln und dem erfüllten Leben
    Dr. Bettina Bohle, Leiterin des Jazz-Instituts

  5. Der Garten als Ort der Meditation und Spiritualität – eine theologische Perspektive
    Prof. Dr. theol. Peter Zimmerling, Leipzig

 

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Rückblick Veranstaltungsreihen der Akademie 2024/25

Auf der Suche nach dem verlorenen Zusammenhalt der Gesellschaft.

Carlo-Mierendorff-Dialog über aufkommende soziale und kulturelle Klassenkonflikte im Umbruch zur Digitalgesellschaft

Kurz vor der Bundestagswahl 2025 bekommt die fünfteilige Reihe eine besondere Bedeutung. Denn es wird klar, wie sehr Demokratie verbunden ist mit sozialer Gerechtigkeit aber auch mit der Akzeptanz der Alltagskultur, in der Menschen leben.
Die letzte Veranstaltung findet am 18.02.2025 um 18:30 Uhr statt.

Was muss die Gesellschaft in allen Bereichen dafür tun, dass der Riss der Ungleichheit zwischen sozialen Schichten und Milieus nicht größer wird? Und welche Rolle spielen erlebte Demütigungen und Kränkungen in diesen vielschichtigen Konflikten, nicht nur in Bezug auf den zeitweiligen oder dauerhaften Verlust von sicherem Einkommen?

   Smart City – Care City?

Daseinsvorsorge in einer digitalen Stadt zwischen Künstlicher Intelligenz und Bürgerbeteiligung

Der in der Verfassung formulierte Anspruch gleicher Lebensverhältnisse der Bürgerinnen und Bürger wird für die digitale Welt neu zu formulieren sein. Gerade auch dann, wenn die Gleichheit durch Krisen und globale Veränderungen auch im Dasein einer Stadt auf die Probe gestellt wird.

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Projekt Carsharing für Alle
1 Auto ersetzt 7 Autos, gut für´s Klima,aber wer kann sich Carsharing leisten mit geringem Einkommen?

Das Carsharing Projekt, das auch für Geringverdiener:innen erschwinglich sein soll, wird zurzeit auf Praxistauglichkeit geprüft. Die Ausgangsidee:  Klimaschutz und Mobilität  ermöglichen durch gute Gebrauchtwagen, die Kunden in ihren Kfz-Werkstätten vor Ort in Zahlung geben und damit auf ein eigenes Auto verzichten. Dadurch entstehen  Fahrzeugpools in den KfZ-Betrieben und ein neues Geschäftsmodell. Ein weiteres Konzept verbindet ein Mobilitätsmanagement großer Träger und Organisationen zu verbinden mit Carsharing. Beides zielt auf die schnelle Verringerung von Autos in einer Übergangszeit zur CO² neutralen Mobilität Weitere Informationen…